Sri Lanka, die ersten Tage

Die ersten Tage…

Es war Mittwoch, der 4.1.2017 als wir unsere ersten Schritte auf dem Boden von Sri Lanka machten. Noch während wir mit unserem Flugzeug zum Gate fuhren, wurde es draußen langsam hell. Schon auf den ersten Metern sah man, wie sehr anders dieses wunderschöne Land doch war.

Wir wollten vom Flughafen direkt mit dem Linienbus Richtung Colombo, doch zufor kam erst die totale Überforderung. Vor dem Gebäude, tummelten sich unzählige Menschen, es war laut, roch doch etwas sehr ungewohnt, unzählige Tuk-Tuk- und Taxifahrer sprachen uns an und jede Menge Menschen starrten in unsere Gesichter. Wir brauchten erstmal 2 Minuten um das alles irgendwie sortieren zu können. Nachdem das geklappt hatte, haben wir uns direkt auf den Weg gemacht. Wir mussten unseren Linienbus nach Colombo finden.

Ziel dort, war als erstes der große Busbahnhof. Von da nur über die Straße, zum Hauptbahnhof. Zumindest war so der Plan. Nach mittlerweile aber über 24 Stunden auf den Beinen, hat dieser doch so kurze Weg, so einige Minuten mehr gedauert, als angenommen. Naja, wir fragten uns einfach überall durch und nach einer Weile hatten wir ihn wirklich gefunden.

Man sagte uns direkt am Ticketschalter, dass der nächste Zug nach Kandy erst in 2,5 Stunden gehen würde, also setzten wir uns auf eine Bank, machten es uns gemütlich und beobachteten das bunte Treiben. Alle Bahnsteige um uns herum füllten sich mit immer mehr Touristen, außer der an dem wir warteten. Dieser blieb irgendwie die meiste Zeit leer. Wir bekamen langsam ein ungutes Gefühl und so fingen wir an die Menschen um uns herum zu fragen. Die Antwort war klar: Wir mussten selbstverständlich auf die andere Seite. Das war der erste Moment an dem wir wirklich realisierten wie unheimlich Nett und Hilfsbereit die Menschen hier sind. Sie sahen es nicht als eine Art Belästigung an, nein sie freuten sich wirklich darüber, dass sie uns helfen konnten.

Die Zugfahrt nach Kandy war landschaftlich einfach ein Traum. Der Zug ist ziemlich langsam unterwegs, die Fahrt hat also nichts mit einem ICE zu tun, wie wir das kennen würden. Er tuckert einfach so vor sich hin, immer entlang dieser atemberaubenden Bergketten. Man kann absolut sagen, dass es bei dieser Fahrt nicht um das ankommen am Ziel geht, so wie das meist in Deutschland der Fall ist, sondern das hier wirklich die Fahrt durch die Landschaft das ist, was sie zu einem unbeschreiblichen Erlebnis macht.

Es war mittlerweile sicherlich später Mittag, als wir am Bahnhof unserer ersten Etappe ankamen. Kandy.

Kandy ist eine Stadt mitten im Gebirge. Es war die letzte singhalesische Hauptstadt, bevor es 1815 von den Briten erobert wurde (zumindest sagt das Wikipedia ;)).

Da wir nun beide doch ziemlich kaputt waren, nahmen wir den einfachen Weg und fuhren mit dem Tuk-Tuck zum ersten Hostel. Gebucht hatten wir unsere erste Unterkunft auf dem Zwischenstopp in Doha, ein 4 Bett-Zimmer sollte es eigentlich sein. Bekommen haben wir ein 6-Bett Zimmer neben einem 8-Bett Zimmer. Nun ja, sagen wir so, zwischen den beiden Schlafräumen gab es keine Wand ;). Den restlichen Tag verbrachten wir ganz entspannt im Hostel. Unsere Devise war, erstmal ankommen.

Wir lernten auf einem unserer Balkone Laura kennen. Eine total sympathische, 22-jährige junge, hübsche Frau. Sie reist seit sie 18 ist. Wir teilten nicht nur unser Zimmer mit ihr, nein, sie wurde auch unsere Freizeit und Reisepartnerin für die nächsten Tage.

Unsere „Hostelmama“, von  uns nur Mummy genannt, war ein Traum, sie gab uns jede Menge Tipps. Ihrer Hilfe hatten wir es auch zu verdanken, dass wir direkt den ersten Abend in einem kleinen Restaurant am Ende unserer Straße verbrachten. Wir waren die einzigen Ausländer darin und hatten keine Ahnung was wir bestellen sollten. Am Ende genossen wir aber jede Sekunde und jeden Bissen.

Am zweiten Tag ging es ab ins Zentrum. Natürlich per Fuß, diese fast 2 km, ins Zentrum und wieder zurück, sind doch eine Kleinigkeit. Ok, vielleicht sollte ich das mit dem Hochland nochmal erwähnen. Es ging ständig Bergauf, Bergab und wieder Bergauf. Für Europäer sind die ersten Schritte hier wie eine völlig andere Welt. Nicht nur der Linksverkehr, die unzähligen Straßenhunde, das Gewusel, Gedränge und dieses wahnsinnige durcheinander, einfach alles ist so viel anders als wir es kennen. Wer jemals schon in Asien unterwegs war, weiß was ich meine.

Mein Tipp an alle, die zum ersten Mal in diese Region reisen, schaltet euren Kopf aus, lasst alles einfach auf euch wirken, saugt dieses Treiben ein und vergesst alles was ihr von Europa kennt, es ist sowieso komplett anders.

Wir liefen von Straße zu Straße, probierten uns durch alle möglichen Früchte, die es auf dem Markt so gab. Kauften uns die leckersten Dinge, saßen am Kandy Lake, beobachteten die Warane im Wasser, spazierten Barfuß durch die Tempelanlagen, ließen uns aus frischen Früchten, die leckersten Shakes machen, die es nur geben kann. Wir 3 hatten einen ganz wundervollen Tag, mit jeder Menge neuer Eindrücke.

Den Nachmittag verbrachten wir auf unserer Dachterrasse, ganz entspannt, ohne viel Drumherum. Am Abend ging es wieder zurück in unser Restaurant vom Vorabend. Nina und ich hatten nach wie vor, keine Ahnung was da eigentlich auf der Karte stand, aber es war auch eh total egal, egal was wir dort bestellten, es war immer lecker. Ok, manchmal etwas scharf, aber lecker.

Der erste Freitag auf unserer Reise, war auch gleichzeitig der mit unserem bisher größten und längsten Ausflug. Es ging mit dem Bus zum Lions Rock. Der Umstieg in Sigiriya funktionierte ohne Probleme und so saßen wir fix im 2. Bus und warteten auf andere Fahrgäste und unseren Busfahrer. Eine Gruppe Männer stieg ein und begrüßte uns. Nur diesmal nicht mit einem normalen „Hi“ oder so etwas in der Art. Nein, dieses Mal kam da ein ordentliches „Servus“. Ich wusste sofort, die kommen aus der Heimat. Wir kamen sofort ins Gespräch, es war eine Gruppe aus Ingolstadt, alle bunt zusammengewürfelt, die genauso wie wir, 3 Wochen Urlaub auf Sri Lanka machten. Natürlich hatten sie das gleiche Ziel wie wir, der Felsen direkt gegenüber vom Lions Rock. Was hatten wir schon vor Abfahrt einen Spaß.

Der Bus war brechend voll, jeder rückte näher zusammen und ich hielt etliche Dinge von einheimischen, die stehen mussten. Hier haben die Busse übrigens nicht wie bei uns 4 Sitzplätze, sondern 5. Die Plätze sind also schon recht eng gesetzt. Wenn dann auch noch der komplette Gang mit Menschen voll ist die stehen müssen, wir eine Außentemperatur von 30 °C und mehr haben, kann man sich vorstellen was das für ein „Spaß“ ist. 😉

Man muss aber schon sagen, bisher hatten wir wirklich überall Glück. Auch hier klappte der Ausstieg und der Weg zum Berg wieder ohne Probleme. Es war eine wirklich schön angelegte Tempelanlage. Ein großen Wasserlauf verlief, rund um die Hauptattraktion, den Lions Rock. Unterwegs konnten wir noch einen Waran beobachten, als er die Straße überquerte. Unglaublich diese Echsen.

Das erste Stück des Aufstieges auf den Pidurangala Rock war, naja was soll ich sagen, anstrengend, aber absolut ok ;). Die meisten Stufen waren aus kleinen Steinen und es waren zum Glück nicht so viele Besucher unterwegs, wie befürchtet. Es hatte mal wieder einfach gepasst.

Das letzte Stück hatte dann aber doch etwas mehr von Klettern. Wir angelten uns über ganz bunt zusammengewürfelte Steinformationen, bis ganz nach oben. Unsere neuen Freunde aus Ingolstadt, waren echt eine unglaubliche Hilfe. Eine reichend helfende Hand, macht das Leben bei so etwas doch etwas einfacher.

Der Ausblick von oben war ein Traum. Ein unglaublicher Panorama Blick, mit samt Lions Rock auf der einen Seite. Dieser Weg nach oben hatte sich absolut gelohnt. Wir genossen diese Aussicht ohne Ende.

Runter ging es auf dem gleichen Weg, nur wieder all die Stufen nach unten. Ok, ich gebe es zu. Wir mussten auch mal 20 Minuten lang den Rückweg suchen. Wir bogen wohl an einer Stelle etwas falsch ab und so kam es wie es kommen musste, Berg runter – festgestellt das es dort nicht weiterging, Berg wieder hoch, den Weg gesucht, den Weg nicht gefunden, nächste Weg Idee probiert, den Berg wieder runter und immernoch falsch, den Berg also wieder hoch. Das wiederholten wir, weil es so schön war, direkt nochmal, bis wir beim 4. Versuch endlich wieder auf die roten Pfeile trafen, die den Rückweg markierten. Wir erfuhren später, dass sich am Abend zuvor tatsächlich einige Touristen verlaufen hatten, und erst gegen 21:00 Uhr gefunden werden konnten. Mitten im nirgendwo am Berg.

Der Weg ging zurück, durch die wunderschön angelegte Tempelanlage. Ich denke jeder Landschaftsgärtner würde sich wünschen, so etwas anlegen zu dürfen. Wir liefen vorbei an den Kanälen aus Wasser, an den alten Bäumen, der Lions Rock immer zu unserer Linken. Mit einer wunderbaren Erfahrung mehr, verließen wir die Anlage und sprangen wieder in den Bus.

Am nächsten Busbahnhof mussten wir, vor dem Umsteigen, leider erstmal unseren Bayern Tschüss sagen. Die Fahrt zurück nach Kandy war bisher die einzige, die sich anfangs etwas in die Länge zog. Wir hatten dieses Mal nur einen kleinen Bus. Wenn man bei diesen, etwas größeren Familienvans, einsteigt hat man auf der rechten Seite jeweils nur einen Sitzplatz und auf der linken jeweils 2. Allerdings kann man, wenn der Minibus voll besetzt ist, den Gang von hinten anfangen zu schließen, indem man weitere Sitze ausklappt. Das hat natürlich Vor- und Nachteile. Ich konnte immerhin sitzen, aber jedes Mal wenn jemand von hinten aussteigen wollte, musste ich wieder aufstehen und Platz machen. Nach einer Weile freundete ich mich mit der Dame und ihrem kleinen Mädchen neben mir an. Wir unterhielten uns mit Händen und Füßen, sie teilte sogar ihre Cracker mit mir und so verging am Ende die Zeit doch wieder viel schneller, als am Anfang gedacht.

Vom Busbahnhof in Kandy ging es wieder per Fuß zurück, erst in unser Lieblingsrestaurant und dann zum Hostel. Es war ein wahnsinnig anstrengender Tag und so fielen wir einfach nur noch fix und fertig ins Bett. … damit endete unsere Zeit in Kandy.

Am nächsten Morgen ging es nach dem leckeren Frühstück (Toastbrot, Ei, Tomate, Gurke und Babybanane) weiter nach Ella. Natürlich erst zu Fuß mit samt Backpack zurück zum Busbahnhof. Von dort in den Bus und 4 Stunden später sprangen wir in Ella wieder raus. Die Strecke wird von den meisten Backpackern mit dem Zug gemeistert, aber bei uns waren erst wieder Tickets in der darauffolgenden Woche zu kaufen, das war uns eindeutig zu lange. Also entschieden wir uns für die günstigere und mit Sicherheit, landschaftlich, nicht unschönere Fahrt mit dem Bus.

Natürlich will ich euch eins der größten Erlebnisse meines Lebens nicht vorenthalten, denn als wir so im Bus in der ersten Reihe saßen, machte unser Busfahrer auf einmal ganz hektische Bewegungen, deutete auf das Gebüsch neben der Straße und schrie „Elefant, Elefant“. Ich schaffte es grad noch die zwei schlafenden Mädels neben mir zu wecken und da war er schon fast wieder vorbei. Unser erster Elefant in freier Wildbahn. Ein so großes, wunderschönes Tier in der Welt zu sehen, in die er hingehört, und das nicht erst seit gestern, sondern schon immer. Für mich ist es unbeschreiblich Tiere dort zu sehen, wo ihre Heimat ist. Nicht hinter Gittern, oder Scheiben wie in einem Zoo. Nein, da wo sie wild geboren wurden.  Ziemlich aufregendes Erlebnis, das kann ich euch sagen.

In Ella war es so viel anders als in Kandy. Hier waren jede Menge Touristen. Cafés, Restaurants, Hotels, Hostels, Shops alles reihte sich aneinander. Es war eine komplett andere Welt als wir sie bisher aus Kandy kannten. Auf den Straßen dort, schwamm man einfach mit der Masse mit, hier waren die Masse die Touristen und nicht die Einheimischen. Die Preise waren um das doppelte und dreifache erhöht. Es war tatsächlich einfach schockierend.

Den restlichen Tag versuchten wir etwas ruhiger angehen zu lassen. Immerhin hatten wir am Vortag einen Berg erklimmt und waren heute schon etliche Stunden mit dem Bus unterwegs. Da unser Wifi im Hostel aber nicht wirklich funktionsfähig war, um unsere weitere Reise zu planen, entschieden wir uns doch nochmal raus in ein Restaurant zu gehen. Gab ja hier schließlich genug, die mit Wifi Werbung machten.

Wie das unter Mädels so ist, testeten wir natürlich erstmal unsere Eingangstür. Abschließen, Aufschließen, wer nimmt alles einen Schlüssel mit, funktioniert sie überhaupt richtig usw. wie das eben so ist. Das Abschließen funktionierte ohne Probleme, nur auf bekamen wir sie auf einmal nicht mehr. Ok, keine Panik! Jeder probierte sich mal aus, dann nahmen wir den nächsten Schlüssel, hatten ja schließlich insgesamt 3 zum Probieren. Jeder Versuch blieb erfolglos, wir bekamen diese Türe einfach nicht mehr auf. Als wäre das alles nicht genug gewesen, beim letzten Versuch brach er tatsächlich auch noch ab. Ein Teil in unserer Hand, der andere im Schloss. Herzlichen Glückwunsch und das im ersten Stock. Nach dem ersten kurzen Schock, hämmerten wir gegen die Glastür und riefen um Hilfe, blieb uns ja nichts anderes übrig. Einen zweiten Ausgang gab es nicht. Wir hatten Glück, unser Hostelchef hört recht schnell unsere Hilferufe. Ich denke für den 2. Eindruck schon nicht schlecht, nicht mal 2 Stunden dort und schon das Schloss der Eingangstür kaputt gemacht. Er konnte uns recht schnell befreien und schickte uns ruhigen Gewissens los.

Im Restaurant um die Ecke war alles einfach viel zu überteuert. Echte Touristenhochburgpreise. Wir entschieden uns nur für etwas zu trinken, dieses Preisniveau waren wir von Kandy nicht gewohnt. Die Planungen für die nächsten Tage liefen auf Hochtouren, meine Erkältung wurde immer schlimmer und es wurde Zeit zurück ins Hostel zu gehen.

Diese Nacht war wirklich nicht gut. Mehr wach als geschlafen. Mehr hin und her gedreht als erholsame Stunden. Der nächste Morgen startete daher ganz gemütlich. Wir gingen unser Frühstück einkaufen. Genossen es später auf unserer Terrasse, mit Blick auf die Hauptstraße. Es war für einige Minuten sogar wirklich herrlich, all das Treiben zu beobachten. Einer der wenigen Vorteile, wenn man sein Hostel direkt an der Mainstream hat. Nach unserem leckeren Frühstück startete unser Touriprogramm.

Wieder mal rein in den Bus, die 6 km den Berg nach unten waren Ruck Zuck rum. Das erste Highlight gab es ohne große weitere Anstrengung, denn es war direkt neben der Straße. Ein wahnsinnig hoher und schöner Wasserfall. Er war wirklich toll, und als wir ankamen auch nicht wirklich überlaufen, das änderte sich allerdings nach einer Stunde. Laura traute sich ins kalte Wasser zu den Locals. Irgendwann war tatsächlich von jung bis alt alles vertreten. Ich musste mich zurückhalten, aber mit meiner immer schlimmer werdenden Erkältung, wäre das absolut blödsinnig gewesen.

Nachdem der Andrang immer mehr wurde, machten wir uns wieder auf den Weg zurück. Laura sprach im Wasser mit einigen Einheimischen und zufälligerweise fuhren sie direkt weiter über Ella nach Kandy. Wir nutzen diese Gelegenheit und sprangen bis Ella auf den kleinen Transporter mit auf. Wir alten Sparfüchse – die Fahrt war nämlich Kostenlos J.

Kurzer Stopp im Hostel und dann wollten wir diese berühmte Nine Arge Bridge sehen. Der weg sollte über die Schienen direkt zur Brücke gehen. Wir waren uns alle drei nicht wirklich sicher ob das nun gefährlich, absolut ok, illegal oder sonst was war. Wir gingen einfach mal drauf los. Nach ein paar Metern, kamen uns 6 Polizisten entgegen. Laura hielt kurz die Luft an, wie gesagt, wir waren uns immer noch nicht sicher, ob das nun erlaubt ist oder nicht. Naja, sie begrüßten uns, fragten woher wir kamen, sagten uns wie lange der Weg noch sein würde und wünschten uns einen schönen Tag. Ok, alles klar.

Der Weg zur Brücke ging so ca. 2 km, verlaufen konnte man sich nicht mehr, man lief ja direkt auf den Gleisen. Kurz vor unserem 2. Tageshighlight mussten wir nur noch durch einen Tunnel und schon standen wir direkt vor ihr, die Nine Arge Bridge.

Der Gedanke, dass so etwas wirklich Menschen erbaut haben, fasziniert mich ja bei so ziemlich allen Bauwerken. Je älter, höher und schöner sie dann auch noch sind, umso mehr bin ich davon beeindruckt. Nach unseren traditionellen Tourifotos, aus allen möglichen Ecken, einer kleinen Brotzeit und einfach mal 10 Minuten stille, ging es, vorbei an den Tuk-Tuk´s, und den anderen Besuchern, wieder auf dem gleichen Weg zurück.

In Ella angekommen, trafen wir wieder auf Markus. Wir kannten ihn aus unserem in Kandy und er wollte zusammen mit Laura am nächsten Tag eine Wanderung auf einen Berg machen. Die zwei wollten klettern und wir mussten früh raus. Unser Weg ging weiter, noch tiefer ins Hochland.

Unser Zug ging schon um kurz vor sieben am Morgen, wir buchten die 3. Klasse (das reicht hier vollkommen aus), der Zug war schon um diese Uhrzeit gut gefüllt und obwohl ich einen Sitzplatz hatte, stand ich die kompletten 2,5 stunden nur an der offenen Zugtür. Wir wussten die Strecke von Ella nach Nuwara Eliya sollte zu den Schönsten gehören und das war sie tatsächlich auch. Ich machte Bilder und Videos mit allen Kameras die ich am Start hatte, immer mit der Angst im Nacken bei der nächsten Kurve kommt ein Ausblick der noch schöner ist als der andere. Es war einfach unglaublich, was uns dieser kleine, blaue Zug für eine Fahrt durch die Berge schenkte und dass alles im Licht der Morgensonne. In Nanu Oya nahmen wir uns ein Tuk-Tuk für den Weg in unser Hostel. Vorbei an der Pferderennbahn und etlichen Häusern aus der Kolonialzeit, ging es in unsere neue Unterkunft. Wir waren etwas zu früh und mussten noch 2 Stunden im Garten warten, das war aber überhaupt kein Problem. Die Sonne war auf dieser Höhe total angenehm und ein Kindergarten war direkt gegenüber.

Ich liebe es, einfach da zusitzen und dem Treiben des normalen Lebens, zusehen  zu können. Alle Kinder wurden von ihren Eltern abgeholt, hatten bunte Kleider an und lächelten und winkten uns immer ganz entzückt. Deshalb fahre ich auch lieber mit dem Bus als mit dem Tuk-Tuk oder dem Zug. Man nimmt die Menschen anderster wahr, lächelt mit ihnen, sie lächeln zurück, man kommuniziert, obwohl man überhaupt nicht die gleiche Sprache spricht. Das sind die Momente, die für mich reisen, noch schöner machen. Diese Dinge stehen in keinem Reiseführer und auf keiner Top 10 der Sehenswürdigkeiten, diese Dinge passieren einfach, sobald man sich nur etwas darauf einlässt.

Unser Hostel in Nuwara Eliya war ebenfalls ein Haus aus der Kolonialzeit der Briten. Dieser ungerade, alte, dunkelbraune Holzboden, er war einfach ein Traum und ich hätte ihn sofort einpacken können.

Ab diesem Tag schalteten wir mal etliche Gänge nach unten. Wir entspannten nach dem Einchecken noch etwas im Garten, machten uns fertig und schlenderten, mit Flip Flops durch die Stadt. Es war herrlich wieder so wenige andere Touristen um sich zu haben. Wir kauften auf dem Markt noch einige Früchte und machten uns auf den Weg zurück ins Hostel. Es war schon wieder mal an der Zeit unsere Backpacks zu packen und die letzten Vorbereitungen für den nächsten Tag zu treffen. Aufstehen um 6 Uhr morgens, Abfahrt am Busbahnhof um 6:45 Uhr. Der Bus ging Richtung Süden und es waren lediglich 6 Stunden Fahrt die uns und den Strand noch trennten. Es wurde nach all den Bergen, den Wäldern und der ungewohnten Kälte Zeit für etwas Beachlife.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s